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  • Parkas für den Herbst

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    Oktober 21st, 2011adminModelexikon, Trends

    Parkas sind wieder angesagt. Wer etwas älter ist, hat die große Zeit der Parkas in Deutschland noch selber miterlebt. In den 1970ern waren Parkas unter Twens und Jugendlichen ein absolutes Muss. Allerdings war die Auswahl an unterschiedlichen Modellen arg beschränkt. Als cool galt ein Parka nur im Bundeswehr-Stil. Er musste olivgrün sein und – ganz wichtig – auf dem Oberärmel eine Deutschlandflagge haben. Parkas mit angenähtem Gürtel oder dunkelblau gefärbt, wie sie einige Modehersteller auf den Markt brachten, gingen gar nicht. Nach einigen Jahren verschwand der Parka wieder aus dem Blickfeld, um nun aktuell ihre Wiederauferstehung zu feiern.

    Die Geschichte des Parkas:
    Von ihrem Erscheinungsbild sind Parkas modisch irgendwo zwischen Jacke und Mantel einzuordnen. Deshalb werden sie auch gerne als Halbmantel bezeichnet. Erfunden haben diesen Halbmantel die Eskimos oder Inuit, wie es heute politisch korrekt heißt. Das Jägervolk fertigte sich aus der Haut erlegter Seehunden oder Vögel ein robustes Kleidungsstück, das selbst arktischen Temperaturen trotzte. Der Begriff “Parka” stammt auch ursprünglich aus der Inuit-Sprache und bedeutet so viel wie “Hitze”.

    Auf der ganzen Welt übernahmen Militärs im 20. Jahrhundert die praktische Erfindung der Inuits und rüsteten ihre Soldaten mit Parkas aus. Von dort gelangte der Parka auf den zivilen Modemarkt. Zunächst entdeckten in den USA Ende der 1960er Jahre junge Männer den wärmenden Halbmantel als praktisches Kleidungsstück und gleichzeitig als politisches Statement. Denn mit ein paar entsprechenden Buttons oder einem mit der Hand aufgekritzelten Friedenszeichen wurde der Parka aus Militärbeständen zum modischen Symbol einer gegen den Vietnam-Krieg protestierenden Jugend. Von den USA schwappte der Trend wenige Jahre später auch nach Europa.

    Parkas in der aktuellen Mode:
    Die politische Botschaft, die mit dem Tragen des Parkas mal verbunden war, spielt aktuell keine Rolle mehr. Dennoch waren Parkas bei den Präsentation der neuen Herbstkollektion allgegenwärtig. Heute begeistert sowohl Modedesigner wie Kunden am Parka, dass er die ideale Übergangsjacke für Herbst und Frühjahr ist. Eine Vielzahl der angebotenen Parkas bezieht sich in der Formgebung dabei aber immer noch auf die Ursprünge. Die Farbgebung ist traditionell geblieben, es dominieren Beige und Grün, wie man es von der Militärkleidung her kennt. Die heutigen Parkas werden meist auch ganz klassisch mit knöpfbarer Kapuze und Innenfell gefertigt.

    Ein wichtiges Detail sind die beiden großen Taschen mit Eingriff von oben, die in Hüfthöhe angenäht sind. Eine wesentliche Veränderung ergibt sich aus der Zielgruppe. Früher wurden Parkas hauptsächlich von Jungen und Männer getragen. Heute werden für Frauen mindestens genau so viele Parkas angeboten. Diese Veränderungen bei den Käufern macht sich beim Design bemerkbar. Denn trotz der Verwendung der klassischen Grundform bietet der moderne Parka viel Abwechslung in den Details. Dies schlägt sich zum Beispiel in der Stoffauswahl aus: Von Baumwolle und Twill bis zu Seide reicht hier mittlerweile die Palette.

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