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  • Kriterien des fairen Modehandels

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    August 26th, 2013fashionvictimAllgemein, Labels

    Fairer Handel oder auch Fair Trade genannt ist in aller Munde und auch die Modeindustrie befasst sich immer stärker mit diesem Thema. Dabei wird beim fairen Handel dafür gesorgt, dass nicht nur Kunden hochwertige Produkte bekommen, sondern auch die Arbeitsbedingungen, unter denen diese Produkte hergestellt wurden, gut und fair sind. Weiterhin sollen auch die Arbeitnehmer richtig entlohnt werden, es darf keine Kinderarbeit betrieben werden und niemand zu Schaden kommt. Schon lange haben sich verschiedene Marken diesem Trend verschrieben und sorgen durch fairen Handel dafür, dass die Weltwirtschaft weiter angekurbelt wird. Der folgende Beitrag wird von calida-muenchen.de bereitgestellt und verdeutlicht die wichtigsten Standpunkte fairen Modehandels.
    Wieso ist fairer Handel notwendig?

    Nicht selten werden Kleinproduzenten aus fernen Ländern benachteiligt. Nicht nur beim Handel mit Mode auf den Weltmarkt, sondern auch im eigenem Land. Heute ist das schon ganz alltäglich und oftmals steckt das System der günstigsten Kleidung dahinter. Nicht selten werden diese günstigen Preise auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt niedrig gehalten. Genau hier schaltet sich faires Handeln ein, damit es allen besser geht und die Arbeitsbedingungen auch außerhalb Europas wieder humaner werden.

    Welche Kriterien hat Fair Trade?

    Bekleidung, die faires Handeln unterstützt, muss einige Kriterien garantieren, damit sie die Modemarken auch unter den gängigen Labeln für Öko und Fairness verkauft werden darf.

    Dabei spielt die Entlohnung der Arbeitskräfte eine wichtige Rolle. Diese sollte ausreichend und gewinnbringend ausfallen und vollkommen unabhängig vom Weltmarkt vereinbart worden sein. Ein Mindestlohnt ist hier Pflicht und oftmals fallen die Entlohnungen sogar noch höher aus. Weiterhin sollen langfristige Lieferverträge für eine Vertrauensbasis sorgen. Diese sollen über viele Jahrzehnte gehen und somit können Handel und Händler gemeinsam an einer besseren Zusammenarbeit feilen.

    Die Vorfinanzierung von Rohmaterial gehört ebenfalls zum fairen Handel und sichert ein gutes Endprodukt. Weiterhin darf dieses nicht mit Schadstoffen belastet sein, sowohl bei der Produktion (Anpflanzung / Ernte sowie Tierhaltung) als auch bei der Weiterverarbeitung. Biologische Anbaumethoden werden durch Aufpreise und zusätzliche Auszeichnungen gefördert.

    Die sozialen Rechte spielen ebenfalls eine große Rolle. Diese sollten für jeden Arbeitnehmer gesichert sein und ihn so in ein humanes und gerechtes Arbeitsumfeld integrieren. Dies wird natürlich auch beim Endprodukt bemerkt. Weiterhin sollte sich der faire Handel um Zuschüsse für soziale Projekte in der Region kümmern. Durch Kleinkredite, Gesundheitsstationen oder auch Schulgebühren ist es möglich, dass Leben in der jeweiligen Region zu verbessern, sodass auch die Nachkommen der heutigen Produzenten und Arbeitnehmer im fairen Handel eine Chance für gute Ausbildung und Grundsicherung erhalten.

    Fairer Handel – Guter Zweck mit fairer Werbewirkung

    Sicherlich hat Handel auf ökologischer und fairer Basis nicht nur Vorteile für den Handel, sondern auch das jeweilige Unternehmen profitiert. Durch den Aufdruck und die Möglichkeit mit diesen Labeln zu werben, werden wesentlich mehr Kunden angelockt. Auch die Preise können angemessen gesteigert werden und erhöhte Gewinne sind die Folge. Und der Kunde darf ein ökologisch wie wirtschaftlich wertvolles und dadurch qualitatives Kleidungsstück erwarten.

     

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